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MARYland Prignitz
Auf dem Bauernhof meiner Großeltern, gelegen in einem idyllischen "Dreiseelendorf" an der Knatter - unweit von Neustadt/Dosse; der "Stadt der Pferde" - mit Hühnern und Enten, zwei dicken Schweinedamen namens Jola und Jolante, einem großen Schäferhundmischling und natürlich vielen Katzen, habe ich früher fast meine gesamten Ferien verbracht.
Die Pferde allerdings, die mit ihren Reitern eine Pause am Gasthof meines Opas einlegten, hatten es mir besonders angetan. Ich himmelte sie an und ab und zu durfte ich sie streicheln.
Doch manchmal, wenn ich mich nur lange genug in ihrer Nähe aufgehalten hatte, kam einer der Reiter zu mir und fragte mich im Brandenburger Jargon: "Na Kleene, willst'de och ma ruff?" Und wie ich das wollte ....!
Später, als Teenie, fuhr ich dann selbst mit dem Rad nach Neustadt. Entlang der Landstraße, gesäumt von knorrigen alten Weiden, radelte ich morgens in aller Frühe zum Gestüt. Nun musste ich nicht mehr sehnsüchtig darauf warten, bis die Reiter mit ihren Pferden Rast in der "Alten Linde" hielten.
Auf dem Gestüt verbrachte ich den ganzen Tag; durfte bei der Stallarbeit helfen, das ein oder andere Pferd putzen oder ich beobachtete einfach nur die Stuten mit ihren Fohlen im Auslauf. Auf den Abend jedoch freute ich mich immer besonders: Einer der Reitlehrer nahm mich ab und zu eine kleine Runde mit ins Gelände. Dann durfte ich Lauretta, eine einäugige, sehr brave und verlässliche schwarze Stute reiten. Das war das Größte für mich!!!
Hier muss er wohl auch geboren worden sein, der Wunsch, einmal selbst ein Pferd zu haben; ja - am liebsten einen ganzen Bauernhof 🙃.
Aber weit gefehlt - das sollte noch mehr als 35 Jahre dauern, bis der Pferdevirus vollends ausbrach; doch infiziert war ich immerhin schon!
Mehr in Teil 2 ...